 1. Zielsetzung der Fördermaßnahmen
1.1 Fördermaßnahmen im Fach Deutsch
Die Fördermaßnahmen im Fach Deutsch richten sich vorrangig an SchülerInnen, die Defizite in einem oder mehreren der folgenden Bereiche aufweisen:
1.) Sprache:
- Schulung des Sprachverständnisses (aufnehmen – verstehen – verarbeiten)
- Vermittlung von sprachlichen Mitteln (Wortschatz – Syntax – Morphologie)
- Schulung der Kommunikationsfähigkeit
2.) Rechtschreibung:
- Erlernen von Rechtschreibregeln
- Mangelnde Schreibmotivation

3.) Lesekompetenz:
- Eingeschränkte Lautverschmelzung
- Fehlerhaftes Lesen (falsche Graphem-Phonem-Zuordnung, Auslassen von Silben Wörtern etc.)
1.1.1 Förderschwerpunkte für den 1. und 2. Schuljahrgang
Die inhaltlichen Schwerpunkte im Fach Deutsch lassen sich für Klassenstufe 1/2 in 2 Teilbereiche untergliedern:
1. Spracherwerb: - Fingerverse
- Klatschspiele/ -texte
- Abzählreime
- Rätsel
- Spiele mit Laut- und Buchstabenelementen
- Anlauttabelle
- Rhythmische Leseschulung, Lieder
- Zaubersprüche
- Sprechspiele
- Domino, Wörterpuzzles, Satzpuzzles
- Bild-Wörter-Texte
- Lückentexte
- Silbenteppiche, -klappbücher, -lesen, -automat
- Wortauf- und –abbau
- Vorlesen
2. Grammatik: - Domino
- Satz- /Puzzles
- Textpuzzles
1.1.2 Förderschwerpunkte für den 3. und 4. Schuljahrgang
Für die Klassenstufe 3/4 werden folgende Schwerpunkte in den Vordergrund gestellt:
1. Spracherwerb: - Zungenbrecher
- Puzzle-/ Bildergeschichten
- Textergänzungen
- Malen, szenisches Gestalten von Texten
- vorlesen
- Lesekonferenzen
- Fragen zum Text beantworten
- Lese- Arbeitsblätter
2. Grammatik: - Kofferpacken (wer nimmt mit, wen nimmt er mit, ...)
- Mein eigenes Gedicht
- Zungenbrecher
- Wiederholen vorgegebener Satzstrukturen
3. Schriftsprache: - Reizwortgeschichten, Bildergeschichten
- Schreibkonferenzen
4. Rechtschreibung:
1. Übungen zur wortspezifischen Einprägung:
- Schreibung von Phonemen, denen mehrere Grapheme zugeordnet werden (z.B. foll, Wase, Fuks, ...)
- Schreibung bei langen Vokalen (z.B. Schuhle, Schaal, faren, ...)
- i-Schreibung (Tieger, ein, wier, ...)
2. Übungen zur artikulatorischen, akustischen Durchgliederung:
- Schreibung ähnlich klingender Konsonanten ( Trachen, Tulbe)
- Schreibung ähnlicher Wörter (dorch, würd, Honech,...)
- Auslassen von Lauten (Mamelade, Gaten, nich, ...)
3. Übungen zur Anwendung von Regeln
- Phonem-Graphem-Korrespondenzen ( schpielen, Schtock, ...)
- Groß-/ Kleinschreibung ( schrank, wir Laufen, das Dicke Buch)
- Unterscheidung langer - kurzer Vokal ( hollen, Somer, wohlen)
- Verlängerung mit Vokal bei g-k , d-t, b-p im In- und Auslaut
- Ableitungen bilden: a - ä, au – äu (z.B. Hende, er leuft, ...)
- häufige Suffixe, (z.B. Baur)
- zusammengesetzte Wörter (z.B. Fahrrad, Geburtstag, ...)
4. Sonstiges
- Regeln einüben
- Wortstrukturen erfassen und vergleichen
- Üben häufig falsch geschriebener Wörter (Fehleranalyse)
1.2 Fördermaßnahmen im Fach Mathematik
Die Fördermaßnehmen im Fach Mathematik richten sich vorrangig an SchülerInnen, die Defizite in einem oder mehreren der folgenden Bereiche aufweisen:
Basaler Bereich:
- Taktil – kinästhetische Wahrnehmung
- Körperschema (rechts – links Unterscheidung...)
- Grob – und Feinmotorik (Bewegungsplanung, Gleichgewicht...)
- Visuelle Wahrnehmung
- Raumorientierung (Raum-Lage-Wahrnehmung)
- Sprache (Wortschatz, Sprachverständnis...)
- Merkfähigkeit
- Konzentration, Arbeitsverhalten (Ausdauer, Genauigkeit...)
- Figur-Grund-Wahrnehmung
Nummerischer Bereich:
- Zählen (vorwärts, rückwärts, von allen Zahlen aus, in Zweierschritten...)
- Aufbau der Zahlenreihe (Nachbarzahlen...)
- Anzahlvergleiche
- Mengenauffassung und Einsicht in den natürlichen Zahlbegriff
- Schreiben und Lesen von Zahlen (Menge – Ziffer – Zahlwort Zuordnung)
- Zahlvorstellung
- Rechnen mit natürlichen Zahlen
- Relationen und Ordnungen (elementare, mathematische Beziehungen) erkennen
- Aufbau von Zahlen mithilfe des Stellenwertsystems
- Verständnis der vier Grundrechenarten (einfache Rechenregeln erkennen)
- Zur Lösung von Sachaufgaben diesen Informationen entnehmen (sinnentnehmendes Lesen)
- Beherrschung mathematischer Begriffe (mehr – weniger, kleiner – größer –gleich...)
- Verständnis geometrischer Formen
1.2.1 Förderschwerpunkte für den 1. und 2. Schuljahrgang
Inhaltliche Förder-Schwerpunkte im Fach Mathematik für Klassenstufe 1/2:
- Mengenbildungen mit Gegenständen
- Unterscheidungsspiele (z.B. Alle Vögel fliegen hoch)
- Mengen eingrenzen mit Reifen, Seilen etc.
- Auslegen, Nachlegen von Figuren
- Sortierübungen (z.B. farbige Plättchen)
- Bewegungsspiele, Mannschaftsspiele ( Mengen erfassen)
- Zählen in verschiedene Formen (zeigen, laut, leise, rhythmisch, ...)
- Zählübungen
- Nummerieren von Gegenständen
- Zahlendiktate
- Zahlenstrahl
- Sachaufgaben (z.B. zu sachkundlichen Themen)
- Aufgaben in verschiedenen Darstellungsformen (Rechenhaus, -schlange)
1.2.1 Förderschwerpunkte für den 3. und 4. Schuljahrgang
Inhaltliche Förder-Schwerpunkte im Fach Mathematik für Klassenstufe 3/4:
- Rechenaufgaben aller 4 Rechenoperationen in versch. Darstellungen
- Runden und Schaubilder
- Gleichungen und Ungleichungen
- Tabellen lesen und ausfüllen
- Knobelaufgaben
- Sachaufgaben
- Würfelspiele
- Rechenketten
- Zahlenrätsel
- Tangram
- Muster fortsetzen
- Spiegelbilder ergänzen
2. Grundzüge der didaktisch–methodischen Gestaltung
Folgende Möglichkeiten zur didaktisch-methodischen Gestaltung sind möglich:
3.1. Äußere Differenzierung: - Einzelunterricht
- Förderung in Kleingruppen
- Doppelbelegungen
3.2. Innere Differenzierung: - Team-teaching
- differenzierte Aufgabenstellung
- Lernecken
- Schülerkonferenzen
- Freiarbeit
- PC-Einsatz
3.3. Klassenübergreifendes Unterrichten
3. Durchführung
Die Realisierung des Förderplans ist theoretisch sehr vielfältig durchführbar:
- Einzelunterricht parallel zum Klassenunterricht
- Förderung in Kleingruppen (auch jahrgangsübergeifend bzw. klassenübergreifend)
- Freiarbeit im Klassenunterricht
- Förderung innerhalb der Betreuungszeiten durch Klassenlehrer/ Fachlehrer
siehe auch Erl. Die Arbeit in der GS, Punkt 5…..)
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